Sonntag, 23. Oktober 2011
Entwurf einer neuen Art eines Systemsumschwunges
in den Orten die notwendige eigene Kreativität in der Ausarbeitung zu überlassen.
Gedanken vom Visionär92, 20.Oktober
Für Nachfragen, Anregungen und Kritik steht Ihnen die Mail visionaer92@gmx.de
zu Verfügung.
Freitag, 14. Oktober 2011
15. Oktober
Morgen steht ein Tag an, der die Welt verändern kann. Ein Tag, der der Anfang einer weltweiten Demokratiebewegung ist, die unsere Gesellschafts-, Wirtschafts- und Finanzmodelle in Frage stellen wird und im gemeinsamen Diskurs Alternativen entwickeln wird.
Am morgigen 15. Oktober sollen in 719 Städten in 71 Ländern Kundgebungen gegen die Auswüchse des Finanzkapitalismus stattfinden. Die „Nachdenkseiten.de“ schreiben dazu: „Es scheint so, als wachten die Menschen endlich auf, um der Politik zu „demonstrieren“, dass es nicht nur um die Bedienung der Interessen der Finanzwirtschaft und darum geht der Herde der Spekulanten an den „Märkten nachzulaufen, sondern dass diejenigen, die letztlich für alles haften und bezahlen sollen, auch noch da sind. Was am 15. Mai in Madrid begann und sich in den letzten Wochen in den USA wie ein Lauffeuer ausbreitete, könnte sich weltweit zu einem heißen Herbst entwickeln. Auch in Deutschland gibt es ein gewaltiges Protestpotential.“ (Quelle: http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=10983)
Ich hoffe sie werden damit Recht behalten. Ich will nur noch eine kurze Anmerkung dazu machen und dann inhaltlich auf diesen Protesttag eingehen. Ich habe selber versucht für den 2.April ein solch weltweiten Protesttag zu initiieren, bin aber leider gescheiter, umso mehr freut es mich jetzt, dass es aus dem gemeinsamen Protest gegen Demokratieabbau und Finanzkapitalismus nun doch ein solch weltweiter Protesttag möglich ist.
Die Nachdenkseiten begrüßen wie ich, diese neue „demokratische Gegenöffentlichkeit“ und benennen den gemeinsamen Nenner der Bewegung mit:
„Wichtig ist zunächst der kleinste gemeinsame Nenner dieser Bewegung. Und dieser Nenner ist die Forderung nach einer wirkungsvollen Regulierung der Finanzmärkte, nach der Beschneidung der Macht der Banken und schließlich die Anmahnung einer Politik, die nicht die Interessen einer finanzstarken Minderheit, sondern die der großen Mehrheit vertritt die für all diese kriminellen Machenschaften den Kopf hinhalten soll und deren Interessen nach sozialer Sicherheit und allgemeinem Wohlstand in den letzten Jahrzehnten mit Füßen getreten wurden. Sich auf diesem gemeinsamen Nenner zu solidarisieren, sollte nicht schwerfallen. Es kann nicht Aufgabe einer heterogenen Protestbewegung sein, bis ins Detail ausgefeilte Reformpläne auszuarbeiten – der Protest gibt lediglich die Richtung vor, den genauen Weg müssten diejenigen vorschlagen und in die Diskussion einbringen, die das nötige kritische Wissen haben.“ Und weiter oben rufen sie auf, dass sich weltweit die kritische Intelligenz, kritische Wissenschaftler und Künstler, sich zu Wort melden sollen. Im letzten Satz schreiben sie: „Wir wollen den uns möglichen Beitrag leisten, diese Bewegung zu stärken und uns in ihren Diskussionsprozess konstruktiv einbringen.“ Dies will ich auch und deswegen empfehle ich der Bewegung sich neben der Demokratisierung der Gesellschaft und vor allem des Finanz- und Wirtschaftsbereiches sich dem Thema, jedem Menschen eine Grundsicherung auf die Fahnen zu schreiben. Ich bin der festen Meinung, dass wir eine Weltweite Individuelle Grundsicherung, wie ich das Konzept nennen würde, gerade durch diese neue weltweite Basisbewegung umsetzen können.
Denn es ist dringender, denn je:
Zunächst einmal gesicherte Fakten:
22588 Menschen verhungerten am heutigen Tag (WHO)
13176 Menschen haben sich heute mit dem HIV/AIDS-Virus infiziert
3764 Menschen starben heute an verschmutzten Wasser
1505 Kinder starben heute schon an HIV/AIDS
122 Tier-und Pflanzenarten starben bereits am heutigen Tag
(Quelle: http://www.globalmarshallplan.org/what/one_minute/index_ger.html / Stand: 28.Februar 2011, 22:35 und 24 Sekunden)
Diese Zahlen sind leider von Anfang des Jahres (für aktuelle Zahlen einfach auf die Seite gehen!), aber die Situation in der Welt hat sich seitdem nicht verbessert, sondern eher noch verschlechtert. Meine Analyse der heutigen Situation, ist wie folgt:
Wir leben einerseits in einer kompletten Überflussgesellschaft mit Superreichen, mit Luxusgütern, mit einer Menge Geld und mit dem Wegwerfen von Nahrungsmitteln. Andererseits haben wir eine Mangelgesellschaft mit extrem Armen, die noch nicht einmal die lebensnotwendigen Güter (wie sauberes Wasser) haben, die kein Geld bzw. eine geschwindend geringe Menge haben und die täglich Hunger leiden, da sie zu wenig zu essen haben. Beides sind Ausgeburten des einen dekadenten und falschen Wirtschafts- und Finanzsystems.
Die Ursachen sind schnell benannt: Viele Billionen US-Dollar befinden sich in Steueroasen, vermehren sich stündlich und richten große volkswirtschaftliche Schäden an. Überall auf der Welt entstehen Fonds, die auf alles Mögliche spekulieren und damit die reale Wirtschaft bedrohen. Es werden in fast allen Bereichen der Profit über Umweltschutz und der Schutz der Arbeiter gestellt. Selbst die Menschen, die täglich um das Überleben kämpfen, werden weiterhin ausgebeutet und Entscheidungen für die Verbesserung ihrer Lebensumstände von westlichen Regierungen, die sich demokratisch schimpfen blockiert.
Auf diesen Misstand habe ich immer wieder aufmerksam gemacht und wir müssen es weiter machen. Wir müssen Konzepte, wie z.B. die Weltweite Individuelle Grundsicherung entwickeln, die allen Menschen einen kostenlosen Zugang zu Nahrung, zu Wasser, zur Gesundheitsversorgung, zum öffentlichen Nahverkehr und zu Informationen und Bildung gewährleistet. Es wäre nur ein kleiner Teil der weltweiten Geldsumme, die für diese 6 grundlegenden Dinge für ein menschenwürdiges Leben, aufgebracht werden müssten. Aber es würde eine radikale Veränderung unseres menschlichen Zusammenlebens bedeuten. Leider ist mein Konzept immer noch nicht ganz ausgereift und das kann es auch nicht sein, aber ich habe viele Ideen und würde die gerne der neuen weltweiten Basisbewegung zu Verfügung stellen.
Wir haben jetzt die Chance, die Lebensumstände der hungernden und armen Menschen zu verbessern, die Welt wieder zu demokratisieren, den Einfluss der Privatwirtschaft und der Banken einzuschränken und ein gerechtes Steuersystem zu installieren. Alles das sind Punkte, die die Mächtigen der Welt nicht umsetzen werden, weil sie zu gut mit der heutigen Situation mit der scheinbaren Machtlosigkeit der Zivilgesellschaft leben.
Aber die Zivilgesellschaft ist nicht machtlos, wie sich hoffentlich morgen zeigen wird. Wir sind mächtig und wir werden diese Macht nun endlich auch mal nutzen.
Ich hoffe, dass ich den einen oder anderen mit diesem Blogeintrag noch zum Protest bewegt habe. Wir müssen uns alle beteiligen mit kreativen Aktionen, aber auch mit dem Entwickeln neuer demokratischer Konzepte.
Wir können die Welt verändern! Eine andere Welt ist nicht nur möglich, sondern auch nötig.
Zum Schluss dieses Aufrufs ein Zitat, dass alle Menschen, die sich morgen auf dem Weg zu einem Protestort aufmachen schon verinnerlicht haben, das aber nun auch zu all den Menschen getragen werden muss, die morgen noch nicht dabei sind.
“Wir müssen die Veränderung sein, die wir in der Welt sehen wollen.” - Mahatma Gandhi
Mit solidarischen Grüßen an euch alle und an die Protestbewegung!
Visionär92
Ps: Für Rückmeldungen steht euch wie immer die E-Mail-Adresse visionaer92@gmx.de zu Verfügung! Auch für das von mir angesprochene Konzept der Weltweiten Individuellen Grundsicherung gibt es schon einen provisorischen Entwurf, dass ich gerne auf Anfrage versenden werde!
Links zum Thema:
• Occupy:WallStreet
• Occupy:Frankfurt
• Occupy togehter
• Attac (Lässt sich einiges finden, auch konkrete Vorschläge)
• 15.10.2011 – united for #globalchange
• We are the 99 Percent
• echte demokratie jetzt
• Nachdenkseiten (Für die kritische Gegenöffentlichkeit unabdingbar!)
(ebenfalls von www.nachdenkseiten.de übernommen!)
Anbei:
Internationaler Aufruf für den 15. Oktober (dt. Übersetzung)
15. Oktober – Globale Revolution
Am 15. Oktober werden wir Bürgerinnen und Bürger der ganzen Welt auf die Strasse gehen, um unsere Empörung über den Verlust unserer Rechte zu zeigen – Rechte, die uns durch ein Bündnis zwischen grossen Unternehmen und der politischen Klasse entzogen werden. Wir von der Bewegung «Democracia Real Ya!» laden euch ein, an dieser friedlichen internationalen Protestaktion teilzunehmen, indem ihr euch unserem Aufruf anschliesst oder indem ihr eure eigenen Aufrufe für dieses Datum erlässt. Es ist der Augenblick gekommen, die Stimme zu erheben. Unsere Zukunft steht auf dem Spiel, und niemand kann der Kraft von Millionen von Menschen trotzen, wenn sie sich in gemeinsamer Absicht vereinen.
«Democracia Real Ya!» ist eine spanische Koordinationsplattform von unterschiedlichen Gruppen zur Mobilisierung von Bürgerinnen und Bürgern. Unter der Devise «Wir sind keine Marionetten in den Händen von Politikern und Banquiers» gingen wir am 15. Mai zu Tausenden auf die Strasse, um mehr demokratische Teilhabe zu fordern, uns gegen die Korruption des politischen Systems aufzulehnen und unseren Einspruch gegen die Kürzungen im Sozialbereich zu bekunden. Nach dem Erfolg dieser ersten Kundgebung entstanden unterschiedliche Bewegungen, und auf vielen Plätzen des ganzen Landes wurden Zeltlager aufgebaut, ganz ähnlich der ersten Besetzung des Tahrir-Platzes in Kairo. Dort wurden Volksversammlungen durchgeführt, wo die BürgerInnen ihre Ziele in einem horizontalen, alle Anwesenden einschliessenden Entscheidungsprozess entwickelten. Die Bewegung 15M strahlte bald über die Landesgrenzen hinaus und ermutigte in vielen Städten der Welt zu Aktionen, darunter am vergangenen 19. Juni zu einer koordinierten Massenkundgebung gegen den Euro-Pakt.
Unter dem Druck der Finanzherrschaft arbeiten unsere Regierenden zugunsten ein paar weniger, ohne sich um die sozialen, menschlichen und ökologischen Kosten zu kümmern, die dadurch entstehen können. Die herrschenden Klassen rauben uns das Rechts auf eine freie und gerechte Gesellschaft, indem sie Kriege mit wirtschaftlichen Zielen führen und ganze Völker ins Elend stürzen.
Deshalb laden wir euch ein, euch diesem gewaltlosen Kampf anzuschliessen, indem ihr die Botschaft verbreitet, dass wir gemeinsam diese unannehmbare Situation ändern können. Nehmen wir uns die Strasse am 15. Oktober! Es ist Zeit, dass sie uns zuhören. Gemeinsam werden wir unsere Stimmen erheben.
Und noch ein weiterer Aufruf:
15. Oktober – Vereinigt für einen weltweiten Wandel
Am 15. Oktober werden Menschen aus der ganzen Welt auf die Straßen und Plätze gehen. Von Amerika bis Asien, von Afrika nach Europa protestieren die Menschen, um ihre Rechte zu fordern und eine wahre Demokratie zu verlangen. Nun ist es Zeit uns alle einem globalen gewaltfreien Protest anzuschließen.
Die herrschenden Mächte arbeiten zum Vorteil einiger Wenigen und sie ignorieren den Willen der überwiegenden Mehrheit sowie die humanen und Umweltkosten, die wir alle zahlen müssen. Diese unerträgliche Situation muss ein Ende haben.
Vereinigt in einer Stimme werden wir die Politiker, und die Finanz-eliten, denen sie dienen, sagen, dass es an uns, den Bürgern, ist, über unsere Zukunft zu entscheiden. Wir sind keine Waren in den Händen der Politiker und Banker, die uns nicht vertreten.
Am 15. Oktober werden wir uns auf der Straße treffen, um den weltweiten Wandel den wir wollen zu beginnen. Wir werden friedlich demonstrieren, reden und organisieren bis wir es geschafft haben.
Es ist Zeit uns zu vereinen. Es ist Zeit dass sie uns zuhören!
Menschen der Welt, mobilisiert euch am 15. Oktober!
Dienstag, 30. August 2011
Erste Eindrücke aus Südafrika
Nun bin ich schon seit 6 Tagen in Südafrika und hier bekommt ihr von mir meine ersten Eindrücke. Letzten Donnerstag kamen Jonathan und ich hier in Südafrika an und wurde von einer Gruppe von 6 Jugendlichen und zwei Mitarbeitern der MISPAH-Schule vom Flughafen in Kapstadt abgeholt. Die Fahrt nach Elim dauerte knapp 3 Stunden, sodass neben dem einen oder anderen Nickerchen auch erste kurze Gespräche mit den Jugendlichen möglich waren. Leider schränken unsere noch sehr kleinen Afrikaans-Kenntnisse und die genauso geringen Englisch-Kenntnisse der Jugendliche eine Kommunikation ein. Wir sahen auf dem Weg entlang der Autobahn viele Fußballspielende Kinder und Jugendliche, die fast jede Gras- und Sandfläche die sich ihnen bietet dazu nutzen. Kreativität zeigte sich auf einem Platz, da die Tore jeweils aus einem Reifen bestand, der zum Teil im Sand befestigt war, sodass durch das Loch in der Mitte die Tore geschossen werden konnten. Wir kamen dann so gegen 21 Uhr in Elim an. Leider war es schon Dunkel, da wir uns gerade im südafrikanischen Winter befinden! Wir setzten zunächst die Jugendlichen an dem Hostel auf dem Schulgelände ab. Danach wurden wir weg gebracht. Im unserem Haus empfing uns Greg, der zeitweise an der MISPAH-Schule unterrichtet und sich mit uns das Haus unter der Woche teilt. Unser Haus besteht aus einem Wohn-, drei Schlafzimmer, einem Koch- und Esszimmer und einem Badezimmer (, aber keinem fließenden warmen Wasser). Nach einem kleinen Abendimbiss, gingen wir dann auch müde und erschöpft ins Bett. Am nächsten Morgen stand das Aufstehen auch schon für 7 Uhr an. Am Freitag wurden wir in der traditionellen Freitagandacht ganz herzlich willkommen geheißen. Ein Gänsehauterlebnis war es mit lauten Klatschen von den Kindern und Jugendlichen begrüßt zu werden, außerdem war es schön als „Moravian“ (Mitglied der Herrnhuter Brüdergemeine) die Losungen zu hören. Leider natürlich in Afrikaans nicht ganz zu verstehen. Danach bot uns die Schule die Gelegenheit erst einmal in Ruhe, die Gebäude (ein Verwaltungsgebäude, 5 Gebäude, in denen sich die Klassen befinden und ein großes Gebäude mit 2 Schlafräumen für Mädchen und Jungs, mit Toiletten und Badenräumen, zwei großen Gemeinschaftsräumen, die auch als Esszimmer genutzt werden, ein Krankheitstrakt und natürlich einer Küche), die Klassen(die nach Alter aufgeteilt sind) und die Umgebung zu erkunden. Es gibt 6 Klassen, in die wir in unserer Zeit an der Schule gewiss die Möglichkeit haben, alle genau kennenzulernen. Wir konnten am Freitag schon gegen Mittag nach Hause gehen, da uns unsere Müdigkeit immer noch an zu sehen war und so hatten wir bis Montagmorgen erst einmal frei. Wir nutzen die Zeit um zu schlafen, um drei ausgiebige Spaziergänge durch Elim + Umgebung zu machen, um Bekanntschaft mit dem Nationalsport Rugby zu schließen und uns mit dem südafrikanischen Essen vertraut zu machen. Am Sonntag stand für uns dann der erste Gottesdienst an: Viele Elemente der Herrnhuter Brüdergemeine ließen sich auch in der Kirche finden, der Liturgistisch und das Siegeslamm, das ließ einen dann auch sofort sich heimisch fühlen. Auch das Singen von Übersetzungen von deutschen Liedern machte es leichter sich mit angesprochen zu fühlen. Nur leider verstand ich von der Predigt noch nicht zu viel, aber das wird sich hoffentlich noch ändern! Aber was sofort auffällt ist das energische Predigen und Beten des Pfarrers, obwohl ich es nicht verstand, gefällt mir das einfach besser, als wenn auswendig gelernte Gebete vorgetragen werden und die Predigt lasch herunter gelesen wird.
Was lässt sich noch zu Elim sagen: Elim ist ein kleiner, süßer Ort von Hügelketten umgeben, und selbst an einem Hügel gelegen, sodass viele Wege ein Auf und Ab sind. Es gibt drei Shops, eine wirklich gelungene Brüdergemein-Kirche mit einer Uhr aus dem 19.Jahrhundert, eine Mühle aus dem 19.Jahrhundert, einer Primary-School, der Einrichtung „Elim Home“ und natürlich die MISPAH-Schule. Die meisten Wohngebäude sind individuell gestaltet, was mir sehr gefällt.
Zum gestrigen ersten richtigen Arbeitstag. Ich habe mich nach etwas Zögern für die „Middelfase“ (Klasse mit 11-12jährigen Kindern) entschieden, der morgendliche Ablauf und die dadurch unterschiedlichen Hilfestellungen ließen die Arbeit nicht langweilig werden. Es hat mir sogar viel Spaß bereitet!
Heute ging es in eine andere Klasse, die Seniorfase, mit Kindern des Alters von 13-14! Diese Klasse war in ihrem Lernfortschritt nicht weit entfernt von der, die ich gestern wahrnahm. Wie schon am gestrigen Tag verbrachte ich den morgen damit Hilfestellung bei Übungen zu geben, aber auch mich mit den Kindern so gut wie möglich zu unterhalten und für sie Bilder zu Malen. Morgen geht’s aber wieder in eine andere Klasse, da Jonathan und ich erstmal jede Klasse kennenlernen wollen.
Mit lieben Grüßen
Euer Visionär92
Ps: Ich hoffe der nächste Blogeintrag kommt bald!
Samstag, 21. Mai 2011
Echte Demokratie jetzt!
Liebe Leserinnen, liebe Leser meines Blogs!Es schon wieder eine ganze Weile her, dass ich meinen letzten Blogbeitrag geschrieben habe, aber heute äußere ich mich zu den spanischen Protesten bzw. habe mich mal ein wenig mit dem Manifest der Bewegung: "Echte Demokratie jetzt" ("Democracia réal ya").
Dabei habe ich festgestellt, dass das Manifest Potenzial hat, auch hier in Deutschland ein Auslöser für Proteste zu sein!
Ich hoffe nur, dass wir dann auch sehen, dass es schon gute Vorschläge für eine echte Demokratie oder für eine "bessere" Gesellschaft gibt!
Der von mir entwickelte Vorschlag der Weltweiten Individuellen Grundsicherung geht auch in diese Richtung!
Mit solidarischen Grüßen zum Platz der Porta de Sol nach Madrid ("Venceremos")
euer Visionär92
Anbei das Manifest:
Wir sind normale Menschen. Wir sind wie du: Menschen, die jeden Morgen aufstehen, um studieren zu gehen (oder noch zur Schule), zur Arbeit zu gehen oder einen Job zu finden, Menschen mit Familien und Freunden. Menschen, die jeden Tag hart arbeiten, um denjenigen die uns umgeben eine bessere Zukunft zu bieten.
-> Soweit alles richtig!
Einige von uns bezeichnen sich als aufklärerisch, andere als konservativ. Manche von uns sind gläubig, andere wiederum nicht. Einige von uns folgen klar definierten Ideologien, manche unter uns sind unpolitisch, aber wir sind alle besorgt und wütend angesichts der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Perspektive, die sich uns um uns herum präsentiert: die Korruption unter Politikern, Geschäftsleuten und Bankern macht uns hilf- als auch sprachlos.
-> Macht uns hilf- als auch sprachlos -> Na ja, wieso demonstriert ihr dann und warum könnt ihr diesen Aufruf schreiben????
Und diese Situation ist mittlerweile zur Normalität geworden – tägliches Leid, ohne jegliche Hoffnung. Doch wenn wir uns zusammentun, können wir das ändern. Es ist an der Zeit, Dinge zu verändern. Zeit, miteinander eine bessere Gesellschaft aufzubauen.
-> Bessere Gesellschaft = Gesellschaft mit einen gemeinsamen gesellschaftlichen Grundkonsens (wie z.B. die Weltweite Individuelle Grundsicherung) oder doch wider nur irgeneiner Ideologie verhaftet!
Deswegen treten wir eindringlich hierfür ein:
● Gleichheit, Fortschritt, Solidarität, kulturelle Freiheit, Nachhaltigkeit und Entwicklung, sowie das Wohl und Glück der Menschen müssen als Prioritäten einer jeden modernen Gesellschaft gelten.
-> Wie erreichen?????? Es fehlen Gerechtigkeit, Frieden, Rettung unserer Erde!
● Das Recht auf Behausung, Arbeit, Kultur, Gesundheit, Bildung, politische Teilhabe, freie persönliche Entwicklung und Verbraucherrechte im Sinne einer gesunden und glücklichen Existenz sind unverzichtbare Wahrheiten, die unsere Gesellschaft zu befolgen hat.
-> Beispielsweise könnte die Weltweite Individuelle Grundsicherung das Recht auf Behausung, Kultur, Gesundheit, Bildung, politische Teilhabe, freie persönliche Entwicklung und Verbraucherrechte garantieren!
-> Ein Recht auf Arbeit muss immer auch das Recht auf die Arbeit sein, die ich machen will und nicht muss! Und auf eine angemessene Aufwandentschädigung!
● In ihrem momentanen Zustand sorgen unsere Regierung und das Wirtschaftssystem nicht dafür, sondern stellen sogar auf vielerlei Weise ein Hindernis für menschlichen Fortschritt dar.
-> Analyse trifft zu!
● Die Demokratie gehört den Menschen (demos = Menschen, krátos = Regierung), wobei die Regierung aus jedem Einzelnen von uns besteht. Dennoch hört uns in Spanien der Großteil der Politiker überhaupt nicht zu. Politiker sollten unsere Stimmen in die Institutionen bringen, die politische Teilhabe von Bürgern mit Hilfe direkter Kommunikationskanäle erleichtern, um der gesamten Gesellschaft den größten Nutzen zu erbringen, sie sollten sich nicht auf unsere Kosten bereichern und deswegen vorankommen, sie sollten sich nicht nur um die Herrschaft der Wirtschaftsgroßmächte kümmern und diese durch ein Zweiparteiensystem erhalten, welches vom unerschütterlichen Akronym PP & PSOE angeführt wird.
-> Hier werden sehr spezifische Probleme Spaniens gezeigt, aber eines ist wichtig, falls es eine transparentere Kommunikation gibt, dann muss sie auch von den Menschen genutzt werden. Wir sind die jenigen, die viel zu wenig Druck auf die Politik aufbauen. Die Proteste zeigen, dass die Parlamente nun vor Ohnmacht erstarren und dass selbst 30 Jahre regierende Despoten ihre Macht abgeben!
● Die Gier nach Macht und deren Beschränkung auf einige wenige Menschen bringt Ungleichheit, Spannung und Ungerechtigkeit mit sich, was wiederum zu Gewalt führt, die wir jedoch ablehnen. Das veraltete und unnatürliche Wirtschaftsmodell treibt die gesellschaftliche Maschinerie an, einer immerfort wachsenden Spirale gleich, die sich selbst vernichtet indem sie nur wenigen Menschen Reichtum bringt und den Rest in Armut stürzt. Bis zum völligen Kollaps.
-> Dieser Absatz hat meine bedingungslose Zustimmung.
● Ziel und Absicht des derzeitigen Systems sind die Anhäufung von Geld, ohne dabei auf Wirtschaftlichkeit oder den Wohlstand der Gesellschaft zu achten. Ressourcen werden verschwendet, der Planet wird zerstört und Arbeitslosigkeit sowie Unzufriedenheit unter den Verbrauchern entsteht.
-> Sehr gut formuliert und richtig!
● Die Bürger bilden das Getriebe dieser Maschinerie, welche nur dazu entwickelt wurde, um einer Minderheit zu Reichtum zu verhelfen, die sich nicht um unsere Bedürfnisse kümmert. Wir sind anonym, doch ohne uns würde dergleichen nicht existieren können, denn am Ende bewegen wir die Welt.
-> Ja, so ist es!
● Wenn wir es als Gesellschaft lernen, unsere Zukunft nicht mehr einem abstrakten Wirtschaftssystem anzuvertrauen, das den meisten ohnehin keine Vorteile erbringt, können wir den Missbrauch abschaffen, unter dem wir alle leiden.
-> Eine große Aufgabe, die sie an uns alle stellen!
● Wir brauchen eine ethische Revolution. Anstatt das Geld über Menschen zu stellen, sollten wir es wieder in unsere Dienste stellen. Wir sind Menschen, keine Produkte. Ich bin kein Produkt dessen, was ich kaufe, weshalb ich es kaufe oder von wem.
-> Sehr richtig, dafür brauchen wir die Weltweite Individuelle Grundsicherung!
Im Sinne all dieser Punkte, empöre ich mich.
Ich glaube, dass ich etwas ändern kann.
Ich glaube, dass ich helfen kann.
Ich weiß, dass wir es gemeinsam schaffen können.”
Abschließend kann ich nur sagen:
=> Das Manifest als Video:
Sonntag, 13. März 2011
Aufruf zu den Anti-Atom Protesten
Anti-Atom Proteste -
"Fukushima ist überall -
Atomausstieg jetzt!"
| Zeit 18:00-19:00 | Montag, den 11.04.2011 Montag, den 18.04.2011 |
|---|---|
| Ort | Bahnhof Hamm Willy-Brandt-Platz Hamm, Germany |
| Weitere Informationen | In großer Betroffenheit über den Atomunfall in Japan und mit dem festen Willen, gemeinsam dafür zu streiten, dass die Atomkraftwerke in der Bundesrepublik endlich stillgelegt werden, finden in vielen Orten Mahnwachen statt. In Hamm treffen sich AtomkraftgegnerInnen um 18:00 Uhr auf den Bahnhofsvorplatz. Als Veranstalter zeichnet sich die Bürgerinitiative Umweltschutz Hamm e.V. verantwortlich. Weitere Informationen: www.ausgestrahlt.de |
Zwei Texte, in Anbetracht der aktuellen Situation!
Beide haben leider nichts an ihrer Aktualität eingebüßt!
1)
Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen in Hamm, Anfang Mai 1986
An diesem Wochenende wurde langsam die Wahrheit deutlich, welche Auswirkungen Tschernobyl auch für Deutschland hat!
Eintrag aus einem Gästebuch (Bettenbörse für die Delegierten):
„ Du fühlst es nicht, du siehst es nicht, du riechst es nicht… aber es ist da, es dringt in deinen Körper und zeigt seine Wirkung erst in vielen Jahren. Es macht Mut, mit Freunden nachts über Tschernobyl zu diskutieren, es wandelt die Wut im Bauch in Energie, die Energie, die wir alle brauchen, um diesen Wahnsinn ein Ende zu bereiten.“
2)
JA ZUM LEBEN
HERAUSGEBER: ARBEITSKREIS CHRISTEN GEGEN ATOM (initiiert in Unna, dann auch in Hamm)
Das haben wir in den letzten Wochen erlebt:
- Der Regen wusch die Luft von Radiaktivität wieder rein und versuchte gleichzeitig den Boden
- Kinder durften nicht mehr im San spielen
- Schwangere und Kinder durften keine Milchprodukte mehr anrühren
- Der Verzehr von Blattgemüse war uns verboten
- Kühe mussten im Stall bleiben
- Kinder sollten nach dem Spielen mit Wasser abgeduscht werden und vieles mehr
Wir bekamen ungenaue und sich widersprechende Verhaltensmaßregeln. Politiker und Fachleute beschwichtigten uns, sie behaupteten einerseits, alles im Griff zu haben und das Risiko kalkulieren zu können, andererseits zeigten die Widersprüche ihre Hilflosigkeit auf. Diese Hilflosigkeit verwundert uns nicht; Hilflosigkeit und Angst haben wir am eigenen Leibe gespürt: wenn die Grundbedürfnisse der Kreatur – Atem, Essen, Trinken – bedroht sind, wovon sollen wir leben?
Wir sind hilflos,
denn ein einziger Unfall bei der Nutzung der Kernenergie hat nie wieder gut zumachende Folgen.
Wir sind hilflos,
denn ein Millionstel Gramm eingeatmetes Plutonium hat mit hohen Wahrscheinlichkeit tödliche Folgen.
Wir sind hilflos,
denn radioaktive Stoffe (Plutonium) strahlen über 24.000 Jahre, wir blicken aber erst auf 10.000 Jahre Menschheitsgeschichte zurück!
Wir sind hilflos,
denn Generationen werden mit diesem Problemmüll belastet, damit wir für wenige Jahrzehnte unserer Lebensspanne Energie gewinnen.
Wir sind hilflos,
denn Politiker und Fachleute sprechen von verantwortbarem Restrisiko, obwohl sie wissen, dass Mensch und Technik Fehler haben und versagen.
Wer ein atomares Restrisiko verantworten will, kalkuliert eine mögliche Katastrophe bei uns bewusst mit ein. Wer das tut, riskiert vielfachen Tod, qualvolle Leiden und großflächige Verseuchung.
Die bewusste Kalkulation dieses Restrisikos ist Ausdruck der Vermessenheit des Menschen, der sich zum Herrn der Schöpfung aufgeschwungen hat. Menschen unserer Zeit setzen die Zukunft der Schöpfung aufs Spiel und behaupten dies verantworten zu können.
Der Mensch, der maßlos plant, kalkuliert und handelt, macht sich und seine Lebensgier zum Maß aller Dinge und leugnet seine Verantwortung vor dem Schöpfer. Der Schöpfer aber vertraute dem Menschen diese Erde an, dass er sie bebaue und bewahre (Genesis 2, 15).
Deshalb wenden wir uns als Christen an alle, die sich dieser Schöfungsverantwortung nicht entziehen wollen:
- Wir fordern die Presbyterien, Kirchenvorstände, Pfarrkonferenzen, Synoden und andere kirchliche Gremien auf, nicht länger zu schweigen, sondern eindeutig Stellung zu beziehen für das Leben - und der Atomwirtschaft im zivilen und miitärischen Bereich zu widerstehen.
- Wir fordern die Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft auf, innezuhalten, und sich ihrer Verantwortung vor dem Schöpfer bewusst zu werden: Ausstieg aus der Kernenergie und sofortige Förderung schöpfungegmäßer Energiequellen!
- Wir bitten ale, sich nicht mit oberflächlichen Antworten zufrieden zu geben, sondern mutig und mündig nachzufragen, die Warnung von Tschernobyl nicht zu vergessen, sondern auch im persönlichen Umgang mit Energie neue Wege zu suchen, die ständige Gefahr auch bei uns nicht zu verdrängen, sondern sich ihr entgegenzustellen!
-> Dieser Text wurde übernommen von einem Flugblatt des Arbeitskreises Christen gegen Atom, Alfred Buß, Unna-Königsborn – Vervielfältigung und weitere Verbreitung dieses Textes ist nicht nur gestattet, sondern auch erwünscht!
-> Zeitpunkt der Veröffentlichung: 1986 (nach Tschernobyl)
Freitag, 4. März 2011
Wettbewerb: Wir sind Revolution!
Ich bin unter die 12. Finalisten des Wettbewerbs: "Wir sind Revolution" gekommen, also wer sich meinen Entwurf und den von anderen angucken, kommentieren und damit bewerten will, kann das jetzt tun, auf:
http://wir-sind-revolution.de/forum/forum/konzepte
Mit lieben Grüßen
euer Visionaer92
Anbei nochmal der Hinweis auf die 95 Thesen:
hier zum Online-Ansehen
Mittwoch, 2. März 2011
Empfiehlt Facebook!
Ich empfehle ihnen heute mal, verschiedene Seiten und Veranstaltungen auf Facebook:
Eine Initiative für eine Weltkonferenz für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung unserer Welt:
hier zum Link
Eine Initiative für eine Weltweite Individuelle Grundsicherung
hier zum Link
Eine Initiative für ein Konstruktives Misstrauensvotum der Bevölkerung eines Staates gegen ihre Regierung:
hier zum Link
Ein Aufruf zur Teilnahme an einem weltweiten Tag des Zorns und der Hoffnung für eine bessere Welt:
hier zum Link
Und zum Schluss empfehle ich noch zwei Filme:
Zeitgeist Moving Forward
Essen im Eimer
Mit lieben Grüßen
euer Visionär92
Ps: Der sich auch über Reaktionen, Anregungen, Kritik freuen würde!